Null-Emissions-Strategie für die integrierte Entwicklung der Insel Krk, Kroatien

Die Bindung an eine Strategie, Treibhausgase zu vermeiden, stellt einen neuen Ansatz für Kroatien und Südosteuropa dar. Null-Emission beschreibt dabei den Prozess und nicht das absolute Ziel. Nach einer detaillierten Analyse der Ausgangssituation sowie der Insel immanenten Potenziale sollen verschiedene exemplarische Verbesserungsalternativen aufgeführt und entsprechend der zu erwartenden Wirtschaftlichkeit realisiert werden.

Die generellen Resultate der Analyse werden die Basis für die Null-Emissions-Strategie, welche in die lokale Politik eingeflochten wird, sein. Die Effekte dieser längerfristigen Bindung an eine Treibhausgasvermeidung können darüber hinaus in das bestehende Marketing und die öffentliche Kommunikation eingebunden werden und somit die Umgestaltung der Insel hin zu einem nachhaltigen Tourismusstandort in Europa begünstigen. Um eine langfristige Identifikation mit dieser Strategie zu ermöglichen, wird sie von den lokalen Entscheidungsträgern sowie internationalen Spezialisten erarbeitet.

Leistungen der igr:

  • Identifikation regionaler Schlüsselpersonen und Gründung eines Netzwerkes
  • Detaillierte Analyse des Ist-Zustandes (Energie- und Stoffströme)
  • Regionale Potenzialanalyse (Effizienz- und Erneuerbare Energie-Potenziale)
  • Entwicklung der Null-Emissions-Strategie
  • Projektbezogene externe Kommunikation

Kenngrößen:

  • ca. 20 000 Einwohner

Kroatien: Wirtschaftlichkeitsbetrachtungsstudie für das Solarkraftwerk Barbicin, Gemeinde Baska, Insel Krk

Die Gemeinde Baška auf der Insel Krk beauftragte die igr in Zagreb mit der Erstellung einer Studie für das Plangebiet Barbicin, das auf einer Hochebene ca. 375 m ü Adria liegt und eine Fläche von mehr als ca. 2 000 ha umfasst. Das Ziel der Studie ist, das geplante Solarkraftwerk einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu unterziehen, sowie die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären.

Die Anlagengrößen 1 MWp, 3 MWp und 5 MWp wurden untersucht, mit 36 Varianten, unter Berücksichtigung sämtlicher Auflagen, wie des kroatischen Stromversorgers HEP-ODS, des Flächennutzungsplanes für die Gespannschaft Primorsko-Goranska, usw.

Leistungen der igr:

  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
  • Beratungsleistungen

Organisation kommunaler Klimaschutzinitiativen in Kroatien

Das durch das BMU finanzierte und durch die GIZ umgesetzte Projekt "Organisation kommunaler Klimaschutzinitiativen in Kroatien" hatte zum Ziel, dass ausgewählte kroatische Städte und Gemeinden Klimaschutzprogramme auflegen und mit deren Umsetzung beginnen. Diese Initiativen sollten darüber hinaus auf verschiedenen Ebenen in Netzwerken verankert und koordiniert werden, sodass die einzelnen Teilnehmer die Möglichkeit erhalten, voneinander und von externen Spezialisten zu lernen.

Im Zuge des Projektes konnten die Teilnehmer im Rahmen diverser Workshops wichtige Einblicke in deutsche kommunale Entwicklungsstrategien und regenerative Energietechniken gewinnen. Im Rahmen einer Studienreise nach Deutschland (Rheinland-Pfalz), die durch die igr organisiert wurde, konnten die Teilnehmer außerdem anschauliche Beispiele für innovatives kommunales Management und die damit verbundenen Technologien kennenlernen.

Leistungen der igr

  • Verstärkung der Netzwerkbildung unter den "Kommunalen Energie- und Klimaschutzbeauftragten"
  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Organisation einer Studienreise kroatischer Partner nach Deutschland (Rheinland-Pfalz)
  • Vorbereitung und Durchführung von Multiplikatorentreffen
  • Vorbereitung und Durchführung der Schlussveranstaltung
  • Netzwerkbildung und -management
  • Klimaschutzberatung in den Bereichen Solar und Biomasse sowie Energieeffizienz

Kenngrößen

  • 18 000 Einwohner
Monitoring
Bauoberleitung Albanien

Wasserversorgung und Umweltschutzmaßnahmen am Shkodra See, Albanien

Die etwa 100 000 Einwohner zählende Stadt Shkodra und die zum Gemeindegebiet gehörende Siedlung Shiroka liegen unmittelbar am Ufer des größten Sees der Balkanhalbinsel, dem Shkodra See, welcher aufgrund seines Vogelschutzgebietes von überregionaler Bedeutung ist.

Ziel des Projektes ist die Sicherung einer nachhaltigen und zuverlässigen Trinkwasserversorgung für die Stadt Shkodra, die Verbesserung des städtischen Kanalnetzes sowie der Bau eines neuen Kanalnetzes und einer Abwasserreinigungsanlage für Shiroka, um die Infiltration ungeklärter Abwässer in den Shkodra See zu unterbinden. Zudem soll der zuständige Kommunalbetrieb UK Shkodra in ein modernes, selbstfinanziertes Versorgungsunternehmen transferiert werden.

Die Projektkomponenten umfassen die Planung und Ausschreibung der Investitionsmaßnahmen, die Bauüberwachung nach FIDIC Red book und Maßnahmen zur institutionellen Stärkung des Kommunalbetriebes.

Das Projekt wurde im Rahmen der Deutschen Finanziellen Zusammenarbeit mit Albanien, der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit sowie durch das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft finanziert.

Die igr war im Auftrag des Joint Ventures Stucky/Dornier-Schneider Consulting maßgeblich an der Bauüberwachung beteiligt.

Leistungen der igr

  • Unterstützung des Gesamtprojektmanagements während der Bauphase
  • Management von drei Bauverträgen nach FIDIC Red book und Bauüberwachung
  • Abnahme der fertig gestellten Baumaßnahmen

Kenngrößen

  • ca. 29 km Wasserleitung
  • ca. 15 500 Wasserzähler
  • Wasserbehälter 1 000 m³
  • ca. 46 km Kanalisation
  • 2 Abwasserpumpstationen
  • Biologisch-mechanische Kläranlage 2 000 EW