Hochwasserschutz

Hochwasserschutzdamm im Industrie- und Gewerbegebiet "An der Salzbrücke" in Ritschenhausen

Die Gemeinde Ritschenhausen führt die Wiedererrichtung des Industrie- und Gewerbegebietes "An der Salzbrücke" durch.

Hierfür standen der Gemeinde GRW-Fördermittel zur Revitalisierung des Altstandortes zur Verfügung. Einen wesentlichen Bestandteil des Vorhabens umfasste die Hochwasserfreistellung des Industrie- und Gewerbeparks durch den Bau eines ca. 650 m langen und bis zu 1,5 m hohen Hochwasserschutzdammes entlang des Gewässers Jüchsen. Zur Freihaltung von Verkehrsflächen des Werksverkehrs der Eigentümer wird der Damm teilweise durch Hochwasserschutzwände aus Stahlbeton und mobile Dammbalkensysteme ergänzt. Durch Bodenabtrag wurde im Rahmen der Maßnahme das Retentionsvolumen für Hochwasser der Jüchsen um ca. 5 000 m³ erhöht. Auch in dem zukünftigen Regenwassernetz sind im Rahmen des Hochwasserschutzes erforderliche Teilerneuerungen durchgeführt worden. Eingebaut wurden selbsttätige Rückschlagklappen und zusätzliche Schieber zum Verschluss der Regenwasserkanäle im Hochwasserfall. Eine neu errichtete vollbiologische Kläranlage wurde hochwassersicher in der Dammanlage durch Aufschüttung des Geländes integriert, sodass bei einem Hochwasser mit 100-jähriger Wahrscheinlichkeit die Entwässerung sichergestellt ist.

Leistungen der igr

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke Hochwasserdamm, Leistungsphasen 1 bis 9
  • Objektplanung Ingenieurbauwerke Abwasseranlagen Regen- und Schmutzwasser inklusive Kläranlage
  • Örtliche Bauüberwachung
  • Entwurfsvermessung Leistungsphasen 1 bis 4
  • Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SIGEKO)
  • Baugrunduntersuchung

Kenngrößen

  • Hochwassersichere Kläranlage als Scheibentauchkörperanlage (400 EW)
  • ca. 12 000 m³ Bodenbewegung für Hochwasserschutzdamm
  • ca. 85 m Hochwasserschutzwand aus Stahlbeton mit Dammbalkensystem
  • 9 St. Dammquerungen mit Regenwasserleitungen bis DN 600